Der Abgeordnete des Wahlkreises Neckarsulm Dr. Bernhard Lasotta (42) ist am Dienstag (17.5.2011) zum Arbeitskreisvorsitzenden „Integration“ der CDU-Landtagsfraktion gewählt worden. Damit betreut er als Sprecher der Fraktion für die Integrationspolitik die Haltung der CDU im Landtag.
Die zwölf Arbeitskreise orientieren sich an den gebildeten Ministerien und Ausschüssen. Die Arbeitskreisvorsitzenden bereiten mit den Mitgliedern der jeweiligen Ausschüsse aus den Fraktionen die inhaltliche Arbeit vor und vertreten die Fraktion in diesen Fragen nach außen. Der Integrationsausschuss begleitet die Arbeit des neu geschaffenen Integrationsministeriums, das von der bisherigen Berliner Abgeordneten Bilkay Öney geführt wird. Lasotta betonte, dass Integration eigentlich eine Querschnittsaufgabe sei, die von allen Ministerien bearbeitet und umgesetzt werden müsse. Dazu hätte es keines eigenen Ministeriums bedürft, sondern eine Stabsstelle in einem Ministerium und eine Beauftragte für Integrationsfragen wäre wesentlich effizienter gewesen. Allerdings biete die inhaltliche Auseinandersetzung mit allen Fragen der Integrationspolitik auch eine Chance, ohne Betroffenheitsrhetorik und Ideologie wichtige Themen anzusprechen. „Integration ist keine Einbahnstraße und nicht nur Bringschuld einer offenen Gesellschaft, sondern muss auch eingefordert und vom einzelnen gewollt und angenommen werden. Die Politik hat viel zu lange Toleranz mit Wegsehen verwechselt, dadurch sind Parallelgesellschaften entstanden, die eine notwendige Integration erschweren. Dies geht nur über die deutsche Sprache und das Annehmen eines Lebens in einer freiheitlichen und aufgeklärten Gesellschaft“: Ideologien und radikale oder politisierte Auslegungen des Glaubens verhinderten eine Öffnung von beiden Seiten. Lasotta betonte, dass ihm insbesondere die Sprachförderung in den Familien und Kindertagesstätten wichtig seien, um Bildungschancen für Kinder mit Migrationshintergrund zu erhöhen. Insbesondere über qualifizierte Ausbildung und Arbeit ließe sich am ehestens ein gegenseitiges Verständnis erreichen. Darüber hinaus wies Lasotta auf die Situation der Flüchtlinge und Vertriebenen in der Nachkriegszeit als gelungenes Beispiel für Integration hin, die nun Brücken in Europa schlagen würden. Auch die Situation der Spätaussiedler und beispielsweise der bei uns lebenden europäischen Ausländer müsse noch besser als bisher analysiert und im Hinblick auf ein Zusammenwachsen der Gesellschaft eingefordert und gefördert werden. „Hierzu haben wir in dem bisher erfolgreichsten Bundesland im Herzen Europas alle Chancen“, so Lasotta.